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Schlüsselarten in Bwindi und Mgahinga — mehr als nur Gorillas

Bwindi und Mgahinga sind für ihre Berggorillas bekannt — doch diese beiden Parks beherbergen weit mehr bemerkenswerte Arten. Ob Naturkundler, Vogelbeobachter oder einfach neugierig auf den äquatorialen Gebirgsregenwald: Sie werden von der Artenvielfalt jenseits der Menschenaffen überrascht sein.

Goldene Stummelaffen

Der Goldene Stummelaffe (Cercopithecus kandti) ist ein für die Virunga endemischer Primat, der nirgendwo sonst auf der Welt vorkommt. Sein gold-rotes und schwarzes Fell, leuchtend auch im Schattenwurf des Waldes, macht ihn sofort erkennbar. Mgahinga ist einer der wenigen Orte, wo diese Affen im Rahmen einer geführten Tour beobachtet werden können. Goldene Stummelaffen gibt es auch im Sektor Buhoma in Bwindi.

Wilde Schimpansen

Bwindi beherbergt wilde Schimpansen-Populationen, die jedoch nicht für Trekking habitualisiert sind. Ihre Anwesenheit lässt sich bei Waldwanderungen an charakteristischen Rufen (Pant-Hoots) und Fressresten erkennen. Für habitualisiertes Schimpansen-Trekking ist der Kibale-Nationalpark (ca. 6 Stunden von Bwindi) der weltweit beste Ort.

Weitere Primaten

Guereza (Schwarz-Weiß-Stummelaffe): Großer schwarz-weißer Affe mit weißem Fellumhang, in Gruppen lautstark durch den Bwindi-Wald springend. Graumangabe: Diskreter Bodenaffe, oft im feuchten Unterholz gesichtet. Potto: Nachtprimate, selten gesehen, aber im Wald präsent.

Vögel — ein ornithologisches Paradies

Bwindi beherbergt 350 Vogelarten, darunter 23 afromontane Endemiten. Ornithologen reisen eigens für diese Arten an:

Ruwenzori-Turako (Tauraco johnstoni) — Spektakulärer farbenprächtiger Turako, endemisch im Albertinen Rift.

Bergbülbül und Uganda-Bülbül — Lokale Arten, morgens besonders aktiv.

Scharlachnacken-Bartvogel — Kleiner Vogel mit leuchtenden Farben, oft gehört bevor er gesehen wird.

Kasongo-Fliegenschnäpper — Seltene Art, für Spezialisten des Albertinen Rifts begehrt.

Große Waldssäugetiere

Waldbüffel: Kleiner und dunkler als der Savannenbüffel, in den Pufferzonen Bwindis präsent. Vorsicht bei Nacht-Wanderungen — ein überraschter Büffel kann gefährlich sein.

Waldelefant: In den Pufferzonen Bwindis, besonders im Süden (Rushaga). Von Trekkern selten gesehen, aber Spuren und Ernteschäden in Grenzdörfern belegen seine regelmäßige Präsenz.

Geführte Waldwanderungen (Nature Walks) erschließen diese Artenvielfalt ohne Gorilla-Permit. Sie werden vor oder nach dem Haupt-Trekking empfohlen. Entdecken Sie unsere Komplettreisen, die diese Aktivitäten einschließen.