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Bwindi Impenetrable National Park — Heimat der Berggorillas

Im Südwesten Ugandas erstreckt sich der Bwindi Impenetrable National Park über 321 km² uralten Bergregenwälder — eine der ältesten und artenreichsten Waldlandschaften des afrikanischen Kontinents. Seit 1994 UNESCO-Welterbe, beherbergt dieser Wald mehr als die Hälfte aller noch lebenden Berggorillas der Welt. Ein Besuch hier ist ein Erlebnis, das sich tief ins Gedächtnis einschreibt.

Ein Wald mit 25.000 Jahren Geschichte

Bwindi überstand die letzten großen Eiszeiten und dient seit mindestens 25.000 Jahren ununterbrochen als biologische Zufluchtsstätte. Diese Kontinuität erklärt seine außergewöhnliche Artenvielfalt: über 1.000 Gefäßpflanzenarten, 350 Vogelarten (darunter 23 afromontane Endemiten), 120 Säugetierarten und 220 Schmetterlingsarten. Botaniker und Ornithologen aus aller Welt bereisen Uganda eigens wegen Bwindi.

Die Berggorillas von Bwindi

Von den weltweit rund 1.000 Berggorillas leben mehr als 500 in Bwindi. Diese Zahl ist das Ergebnis jahrzehntelanger Naturschutzarbeit: In den 1980er Jahren zählte man weltweit weniger als 620 Individuen. Heute sind in Bwindi über 20 habitualisierte Gorilla-Familien auf vier Trekking-Sektoren verteilt.

Die vier Trekking-Sektoren

Buhoma (Nord): Der erste für Trekking erschlossene Sektor, gut erreichbar ab Kampala (ca. 8 Stunden Fahrt) oder per Charterflug über Kihihi. Breites Unterkunftsangebot von einfach bis luxuriös. Familien: Mubare, Habinyanja, Rushegura.

Ruhija (Ost): Höhergelegener, weniger besuchter Sektor, hervorragend für Vogelbeobachtung. Zugang über Kabale. Familien: Bitukura und Oruzogo.

Rushaga (Süd): Größte Familienauswahl und Standort der Gorilla Habituation Experience (GHEX) — hier verbringen Sie bis zu 4 Stunden mit einer Familie, die sich noch im Habitualisierungsprozess befindet. Familien: Bweza, Kahungye, Nshongi, Mishaya.

Nkuringo (Südwesten): Dramatischer Blick auf den Waldkrater und die Virunga-Vulkane. Schwieriger erreichbar, aber landschaftlich spektakulär. Familie: Nkuringo.

Biodiversität jenseits der Gorillas

Bwindi beherbergt auch Schimpansen, Schwarz-Weiß-Guereza-Affen, Graumangaben, Pottos und eine beeindruckende Vogelwelt. Vogelkundler können hier den Ruwenzori-Turako, den Bergbülbül oder den Scharlachnacken-Bartvogel beobachten — Arten, die in Ostafrika kaum anderswo zu finden sind. Geführte Waldwanderungen (Nature Walks) erschließen das Ökosystem ohne Gorilla-Permit.

Die Anrainergemeinden

Bwindi grenzt an Bakiga- und Batwa-Gemeinden. Die Batwa, ein Pygmäenvolk, dessen Vorfahren seit Jahrtausenden in diesem Wald lebten, wurden bei der Parkgründung 1991 umgesiedelt. Seitdem wurden wirtschaftliche Wiedereingliederungsprogramme entwickelt, darunter der Batwa Trail — eine kulturell immersive Führung, die ihre traditionelle Lebensweise vermittelt und direkt zu ihrem Lebensunterhalt beiträgt.

Besuch planen

Gorilla-Trekking-Permits kosten 800 USD pro Person und müssen weit im Voraus gebucht werden — in der Hochsaison sind Plätze Monate vorher vergeben. Uganda Gorilla Trekking Organisation übernimmt die Permit-Buchung für alle Sektoren und berät Sie bei der Sektorauswahl. Bwindi lässt sich ideal mit dem Queen-Elizabeth-Nationalpark (Löwen, Elefanten, Flusspferde) oder dem Schimpansen-Trekking in Kibale kombinieren. Entdecken Sie unsere Komplettreisen.