Verantwortungsvoller Tourismus als Beitrag zum Gorillaschutz
Das Konzept des verantwortungsvollen Tourismus ist beim Gorilla-Trekking in Uganda und Rwanda nicht nur eine ethische Option, sondern die Grundlage des gesamten Naturschutzmodells. Die Berggorillas ueberleben, weil der Tourismus ihren wirtschaftlichen Wert fuer die Gesellschaft sichtbar macht.
Wie Tourismuseinnahmen den Gorillaschutz finanzieren
Das Gorilla-Trekking-Permit kostet in Uganda 700 US-Dollar und in Rwanda 1500 US-Dollar. Ein erheblicher Teil dieser Einnahmen fliesst direkt in den Unterhalt der Nationalparks und in die Gehaelter der Rangers. Ein weiterer Anteil geht in Gemeinschaftsprojekte. In Uganda schreibt das Gesetz vor, dass 20 Prozent der UWA-Parkeinnahmen an die Gemeinschaften rund um die Parks zurueckfliessen. Dieses Geld finanziert Schulen, Krankenstaetten, Wasserversorgung und andere Infrastrukturmassnahmen. Diese wirtschaftliche Verbindung ist wichtig: Wenn die Gemeinschaften direkt von den Gorillas profitieren, haben sie ein Interesse daran, den Lebensraum der Tiere zu schuetzen statt ihn zu roden.
Verhaltensregeln als Schutzinstrument
Die strengen Verhaltensregeln beim Gorilla-Trekking existieren nicht willkuerlich, sondern aus wohlbedachten Schutzgruenden. Der Mindestabstand von sieben Metern zu den Gorillas reduziert das Risiko der Uebertragung menschlicher Krankheiten. Berggorillas haben kein immunologisches System, das gegen viele menschliche Erreger gefeie ist. Eine Grippe, die fuer Menschen harmlos ist, kann fuer Gorillas lebensbedrohlich sein. Das Verbot, krank zu trekken, ist daher kein netter Rat, sondern eine echte Schutznotwendigkeit. Die begrenzte Besucherzahl pro Gruppe (acht Personen) und pro Tag reduziert den Stress fuer die Tiere. Diese Begrenzung garantiert gleichzeitig eine intensive und ruhige Begegnung fuer die Besucher.
Was Sie als verantwortungsvoller Tourist tun koennen
Buchen Sie bei einem zugelassenen und erfahrenen Reiseveranstalter, der einen Teil seiner Gewinne in Naturschutzprojekte reinvestiert. Untersuetzen Sie lokale Unterkuenfte, Restaurants und Handwerker statt internationaler Ketten. Kaufen Sie Souvenirs von lokalen Kuenstlern. Engagieren Sie lokale Guides und Porter. Halten Sie alle Verhaltensregeln beim Trekking ein. Waehlen Sie bei der Buchung Operateure, die transparente Informationen ueber ihre Naturschutzbeitraege bereitstellen. Kontaktieren Sie uns fuer ein Programm, das verantwortungsvollen Tourismus aktiv foerdert.
